Mit Bicyclette und Velo unterwegs – RADvolution im Urlaub

08. August 2010

Urlaub?  – ein echter RADvolutionär verbringt natürlich auch die Ferien im Sattel.  Zehn Tage Drahtesel statt Drehstuhl und von Düsseldorf den Rhein entlang bis Basel. Eine gute Gelegenheit, sich mal die “Fahrradgastfreundlichkeit” in Frankreich und der Schweiz anzusehen.

Strassbourg: Eigene Spuren, eigenes Parkhaus

Bereits seit der Französischen Grenze fahren wir auf ordentlichen und sehr gut ausgeschilderten Wegen. Auch in der Innenstadt von Strassbourg ändert sich daran nichts, selbst bei Großbaustellen. Im Gegenteil, es wird immer angenehmer: Teilweise gibt es mehr Rad- als Autospuren und mein Highlight ist das kostenlos und top ausgeschilderte Fahrradparkhaus nahe der Altstadt…Aber schließlich war Frankreich ja auch in Sachen Revolution Vorreiter! Weiterlesen »

Schleppen fürs Klima I

04. August 2010

Verboten: Mit dem Fahrrad auf der Rolltreppe

“Bitte bringen Sie ein Pedelec von Düsseldorf nach Brühl” – soweit mein offizieller Auftrag. Das klingt nicht gerade nach James Bond. Doch ganz so simpel, wie es sich anhören mag, war es nicht.  Denn Transportmittel war: die Bahn.

Mit dem Pedelec durch den überfüllten Düsseldorfer Hauptbahnhof auf der Suche nach einem Aufzug? Dann doch lieber die Rolltreppe. Das 25-Kilo-Pedelec in Balance zu halten war allerdings nicht einfach. Und vor allem:  einfach verboten. Das entsprechende Schild ist mir auf dem Bahnsteig dann auch aufgefallen… Weiterlesen »

Gleiswechsel

19. Juli 2010

Der Stress ging los beim Ticketkauf: In Hennef steht nur ein Fahrkartenautomat auf Gleis 1. Mehr als 20 Minuten musste ich hier warten – genug Zeit, zwei meiner Verbindungen hinterherzuwinken. Auf einmal hieß es, der Zug fährt nun doch auf Gleis  3 – Also nichts wie hin zum Fahrstuhl, denn mit Pedelec die Treppen rauf und runter ist kaum möglich. Immerhin gibt es in Hennef einen Aufzug, er trägt mich und mein Pedelc  zum Gleis 3 – doch viel zu langsam. Gerade als der Aufzug langsam auf Gleis 3 einschwebt, verlässt mein Zug den Bahnhof. Und die nächste Verbindung? Fährt auf Gleis 1 ab – Da sind mir dann doch die Gesichtszüge entgleist…

“Schwer”punkt Fahrradmitnahme

16. Juli 2010

Jede Revolution hat Gegner, aber auch Unterstützer, Sympathisanten und Helfer. Bei der  RADvolution enpuppt sich der größte Unterstützung gleichzeitig als das größte Hindernis: die Fahrradmitnahme in der Bahn. Wer klimaschonende Verkehrsmittel kombinieren möchte, ist mit Zug und Zweirad am besten unterwegs – wenn es gelingt, das Zweirad in den Zug zu bekommen.

Oftmals reicht der  Rückenwind der Pedelecs  nur bis zum Bahnhof: Was, wenn es keinen Aufzug gibt? Mal eben 30 Kilogramm Pedelec (mit vollen Packtaschen vielleicht noch viel mehr) zum Gleis tragen? Oder eine kurzfristige Gleisänderung? Das Fahrradabteil ist heute ausnahmsweise im vorderen und nicht im hinteren Zugteil? Nach den ersten Erfahrungen unserer KlimaberaterInnen steht fest.  Die Fahrradmitnahme läuft im wahrsten Sinne des Wortes schleppend – ein gegebener Anlass, dem Thema einen Schwerpunkt und mehrere Artikel zu widmen.

Frischer (Rücken-)Wind für die Ehe

13. Juli 2010

Pedelecs bringen Rückenwind – auf dem Weg zur Arbeit, bei der Einkaufstour in die Stadt oder beim Radausflug. Aber bringt die Tretkraftunterstützung auch frischen Wind in die Ehe? Nach unserem Tourstop der RADvolution in den  malerischen Erftauen bei Euskirchen kann ich hierzu klar JA sagen

Helga und Hector Engels (siehe Bild) sind schon seit vielen Jahren verheiratet. Damit die beiden auch weiterhin gemeinsam mit dem Fahrrad touren können, hat sich Hector Engels ein Pedelec angeschafft – er war es leid, immer von seiner Frau abgehängt zu werden. Mit Rückenwind ist er nun durch die Eifel gesaust – und seine Frau? Helga Engels hat sich nicht aus der Ruhe bringen lassen – schließlich sind es die meisten Männer gewohnt, auf Frauen zu warten. Doch Hector Engels hatte eine bessere Idee für Rückenwind in der Ehe: ein Pedelec auch für Helga. Nun bläst neuer Rückenwind für eine starke Ehe mit vielen gemeinsamen Radtouren.



Per Pedelec zum Public Viewing?

08. Juli 2010

Pedelec vs. Straßenbahn - wer produziert weniger CO²?

Pedelec fahren macht Spaß! Vor allem bei diesem Wetter. Aber wenn beispielsweise bei  längeren Strecken die Akkulaufzeit eines Pedelecs mal  nicht reicht – meiner Erfahrung nach 40 Kilometern – geht´s dann besser mit dem Zug weiter.  Ich hab mich auf dem Weg von Bergisch Gladbach nach Köln gefragt, wie klimaschonend eigentlich so eine Bahn im Vergleich zum Pedelec ist und die beiden (in diesem Fall  meine Klimaberater-Kollegen Sven Friese und eine Stadtbahnwagen Typ B auf der Linie 13 in Holweide Vischeringstraße)  nebeneinandergestellt. Voilà die Ergebnisse:

  • Ein Pedelec verbraucht auf 100 Kilometer durchschnittlich eine Kilowattstunde Strom.  Für die selbe Menge Strom könnte Sven statt Pedelec zu fahren auch etwa sieben Stunden WM im Fernsehen gucken Weiterlesen »

Zweifel, Zweitwagen und Zweitausend Euro

06. Juli 2010

Freifahrt - Familien mit Zweirad statt Zweitwagen spare

Vier Kilometer fahre ich mit dem Rad von meiner Wohnung zum Büro: morgens zum Wachwerden, abends zum Abschalten. Aber  wenn es acht Kilometer wären, oder zwölf? Dann würde wohl auch ich umsteigen. Nicht wie die meisten Düsseldorfer Pendler aufs Auto, sondern auf Elektrorad. Ich könnte weiter aufwachen bzw. abschalten auf meinem Weg, weiter am Stau vorbei radeln und käme im Vergleich zu einem eigenen Auto deutlich günstiger weg.

Aber gilt das auch für die typische deutschen Durchschnittsfamilie? Zwei  Eltern, zwei Kinder, zwei Autos.  Würde es sich da nicht auch lohnen, den Zweitwagen gegen ein E-Rad zu tauschen? Anschaffung des Rades, Kinderanhänger, gute Helme, ein teures Schloss, Regenklamotten, eine Versicherung, Ersatzakkus inklusive? Weiterlesen »

Schienenersatzverkehr bremst RADvolution

30. Juni 2010

Die RADvolution ist heute ins Stocken gekommen. Der Grund: Schienenersatzverkehr. Für “normale” Reisende ist es ein Ärgernis, wenn wegen Gleisbauarbeiten Busse statt Züge fahren. Für Reisende mit Fahrrad ist die Tour dann erst Mal zu Ende. Denn in den Ersatzbussen ist keine Fahrradmitnahme möglich. Für unsere Klimaberater Jürgen Eichel und Ute Bispinghoff-Müller war heute in Bochum unfreiwillige Endstation. Sie wollten nach Lennestadt zur Beratungsstelle, doch die Gäste dort hofften vergeblich auf die beiden RADvolutionäre. Denn auch wenn mit dem Elektrofahrrad  größere  Distanzen mit elektronischer Tretkraftunterstützung möglich sind – bei 25 km/h  ist auch beim normalen Pedelec Schluss. Weiterlesen »

Vive la RADvolution!

29. Juni 2010

Traumstart für die RADvolution am Rhein

RADvolution und Kaiserwetter – historisch ein Gegensatz aber für den  Radaktivtag in Düsseldorf eine perfekte Kombination. Hier fiel am Samstag der Startschuss für  die Pedelec-Probetour der Verbraucherzentrale NRW, parallel legte  die  bundesweite Radshow einen besucherreichen Tourstopp ein.  Zwar mussten sich der Vorstand der Verbraucherzentrale, Klaus Müller, und die RADvolutionäre Philipp Fichtner und Andrea Kühn auf der Aktionsbühne vielen schwierigen Fragen stellen (Wann war noch mal die Französiche Revolution?), aber von der Botschaft:  “Klimaschutz im Sattel macht Spaß” musste keiner der 30.000 Besucher überzeugt werden. Weiterlesen »

Rückenwind für klimafreundliche Mobilität?

23. Juni 2010

Sie gelten als günstige Alternative für den Stadtverkehr und rollen klimaschonend auf Erfolgskurs: Elektrofahrräder. Die Verkaufszahlen sind in Deutschland im vergangenen Jahr um 36 Prozent gestiegen. Tourismusregionen verleihen sie an ihre Gäste, Arbeitgeber wie die Post oder die Stadt Düsseldorf haben einen Elektrofahrrad-Fuhrpark angeschafft. Doch sind „Pedelecs“, die meistverkaufte Version dieser neuen Fortbewegungsmittel, tatsächlich eine „Radvolution“ fürs Klima oder ein teures Nischenprodukt für wenige?

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